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Ernst Böhme

Ernst Böhme war Leiter des Städtischen Museums Göttingen.

Heraus zum 1. Mai?

Unter diesem traditionsreichen Motto finden in Göttingen wie in vielen anderen Städten seit Jahrzehnten Demonstrationen der Gewerkschaften zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai statt. In diesem Jahr muss im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie das hinter diesem Aufruf sonst übliche Ausrufe- durch ein Fragezeichen ersetzt werden. In Göttingen und an den meisten Orten wird es in diesem Jahr keine offiziellen Veranstaltungen geben.

Nisht derbrente shaytn!

Unter diesem Titel – auf Deutsch „Nicht verbrannte Scheite“ – erschien von dem Autor Mordechai Wolf Bernstein im Jahr 1956 in Buenos Aires ein Buch in jiddischer Sprache.

Von der Altertums-
sammlung zur „Volksbildungs-
stätte“

Moriz Heyne, Professor für Germanistik an der Georg-August-Universität, gründete 1889 die Göttinger Altertumssammlung ganz im Stile seiner Zeit. Es war eine Sammelstelle für Göttinger „Altertümer“, d. h. dingliche Zeugnisse zur Geschichte der Stadt und ihres Umlandes.

Zum Wohl!

Kürzlich wurde dem Museum eine Getränkekarte der „Göttinger Ratsweinstube“ im ehrwürdigen Göttinger Rathaus aus der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg geschenkt.

„….mit meinem guten Namen“

Der Gebrauch der Schrift gilt gemeinhin als Kennzeichen menschlicher Hochkulturen. Die Kulturtechnik des Schreibens trennt die eigentliche Geschichte der Menschheit von der schriftlosen Vor- und Frühgeschichte. So wichtig und hochgeschätzt die Kunst des Schreibens auch ist, so lästig kann diese Tätigkeit werden – vor allem wenn es um sich ständig wiederholende oder gleichförmige Texte geht.

„An die ferne Geliebte“

„An die ferne Geliebte“ ist der Titel eines Liederzyklus Ludwig van Beethovens. „An die ferne Geliebte“ ist genauer gesagt der Titel des ersten Liederzyklus überhaupt in der Musikgeschichte. Und „An die ferne Geliebte“ war der Titel eines Konzerts im Städtischen Museum mit diesem Zyklus und anderen Liedern Beethovens. Beethoven, der Schöpfer der großen Symphonien, beherrschte auch die „kleine Form“ des Liedes in genialer Weise.

Atatürk in Weende!?

Mustafa Kemal Pascha genannt Atatürk war eine der Persönlichkeiten, die die Geschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend prägten. Er war es, der auf den Trümmern des Osmanischen Reiches die moderne Türkei schuf und sie durch radikale, oft brutal umgesetzte Reformen zu einem säkularen Nationalstaat formte. Sehr unwahrscheinlich ist es, dass Atatürk, der „Vater der Türken“, auch nur den Namen der Stadt Göttingen kannte. Und nun soll er gar den Ort Weende mit seiner Anwesenheit beehrt haben? Und doch hält sich in Weende beharrlich exakt dieses Gerücht. Genauer gesagt: Atatürk sei im Gasthaus Koch, vielen Weendern und Göttingern auch heute noch bekannt, abgestiegen. Fake news oder historische Tatsache?

Tout Paris c´est Barbara!

Ganz Paris ist Barbara – das wird einer Weltstadt wie der französischen Hauptstadt selbstverständlich nicht gerecht. Aber der Satz drückt exakt unsere subjektive Wahrnehmung aus: Anlässlich ihres zwanzigsten Todestages steht ganz Paris im Zeichen von Barbara!

Göttingen – Guangzhou – Kalisz – Göttingen.    

Die Restaurierung des Tafelklaviers der Firma Ritmüller & Söhne

Tourismus im Städtischen Museum

Am vergangenen Donnerstag hielt der Göttinger Tourismus e. V. seine diesjährige Jahreshauptversammlung im Städtischen Museum ab. Auf Einladung des Vorsitzenden, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, kamen ca. 40 Mitglieder und Mitarbeiter in das Haus am Ritterplan, unter ihnen auch viele Stadtführer.

Atatürk in Weende!?

Atatürk in Weende!?

Diese Frage beantworten die Archive. Dort, im Stadtarchiv Göttingen, liegt das Gästebuch des...

Ein Haarmedaillon von Adolf Elissen

Ein Haarmedaillon von Adolf Elissen

    Ein kleiner, nahezu quadratischer, schwarz lackierter Holzrahmen. In der Mitte hinter Glas eine feine, hellblonde Haarlocke, offenbar von einem Kinderkopf. Drumherum, mit einem Faden umwickelt, ein Kranz aus kräftigem, braunem Haar, wahrscheinlich vom...

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DAS GERÜST IST WEG!

DAS GERÜST IST WEG!

Das ist das Erste, was auffällt, wenn man im Ritterplan auf das Museum blickt: Das Gerüst ist weg! Zum Vorschein ist eine Fassade gekommen, deren Anblick gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig ist. Das Fachwerk bunt gemischt aus altem und neuem Holz, die Gefache scheckig, die Fenster gerahmt von einfachen Latten, im Erdgeschoss eine prosaische Baustellentür aus Metall.

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