Sonderausstellung

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Sonntag 10. Juni 2018

"Es gibt Schüler, die machen jetzt nicht mehr mit!"

Die Göttinger Schülerbewegung in den 1960er und 1970er Jahren

Vortrag von Sandra Funck im Rahmen der Vortragsreihe zur Sonderausstellung Klappe auf! 68er Bewegung in Göttingen

Noch 50 Jahre danach wird mit der "68er Bewegung" vor allem die Studentenbewegung in Verbindung gebracht. Dabei war der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS), die Speerspitze der 68er-Bewegung, daran interessiert, Schülerinnen und Schüler für seine Sache zu gewinnen. Mithilfe des SDS gründeten sich zu Beginn des Jahres 1967 zuerst in West-Berlin, dann in der gesamten Bundesrepublik sozialistische und unabhängige Schülergruppen, die sich unter dem Aktionszentrum unabhängiger und sozialistischer Schüler (AUSS) organisierten.

Der Vortrag befasst sich mit der Geschichte des Unabhängigen und Sozialistischen Schülerbundes (USSB) Göttingen, der kurz nach der Unabhängigen Schülergemeinschaft (USG) in West-Berlin entstand. Der USSB wurde zu einem wichtigen Bestandteil der 68er-Proteste in Göttingen: Er beteiligte sich an den Protesten gegen den Vietnamkrieg, den Demonstrationen gegen die Notstandsgesetze und initiierte selbst ein Sit-In zum Protest gegen die Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr. Neben den Aktionen des USSB beleuchtet der Vortrag das Verhältnis zwischen Göttinger Studenten- und Schülerbewegung sowie die Reaktionen der übrigen Schülerschaft und der Göttinger Bevölkerung auf die Schülerproteste.

Sandra Funck hat 2017 ihre Masterarbeit zu diesem Thema an der Georg-August-Universität Göttingen verfasst. Seit November 2017 ist sie Projektmitarbeiterin im Archiv der deutschen Jugendbewegung in Witzenhausen. Aktuell forscht Sandra Funck im Rahmen ihrer Promotion an der Georg-August-Universität Göttingen zur Schülerbewegung in der Bundesrepublik Deutschland und Italien.

Beginn 15:00 Uhr im Tapetensaal des Museums

Eintritt

Schüler und Studenten protestieren 1968 in Göttingen gegen die geplante Fahrpreiserhöhung der Stadtbusse. Foto: Städtisches Museum