Sonderausstellung

Flyer | Eintritt | Führungen | Vorträge | Fotos | Danke!


Sonntag 29. Juli 2018

Was hat die Polizei aus "1968" gelernt?

Vortrag von Udo Behrendes im Rahmen der Vortragsreihe zur Sonderausstellung Klappe auf! 68er Bewegung in Göttingen

Das Jahr 1968 markierte für die Polizei der Bundesrepublik Deutschland einen Wendepunkt in ihrer politischen Rollenzuschreibung und ihrem Selbstverständnis. Mit der Verabschiedung der "Notstandsgesetze" konnte sie sich sukzessive von einer "Staatspolizei" zu einer "Bürgerpolizei" entwickeln. Damit änderte sich auch ihre Perspektive gegenüber gesellschaftlichem Protest.

Rund um "1968" war das "Protest Policing" alles andere als einheitlich. Neben starren, konfrontativ ausgerichteten Einsatzphilosophien entwickelten Polizeireformer flexible und deeskalierende Strategien beim Umgang mit den Demonstrationen der "APO" und der "Studentenbewegung". Der Vortrag skizziert kurz die Hintergründe dieser Entwicklung, beleuchtet kursorisch die wesentlichen Ereignisse rund um "1968" und zeigt abschließend die Relevanz dieser Erfahrungen für die heutige Polizei auf.

Udo Behrendes ist Leitender Polizeidirektor a. D. und war zuletzt im Polizeipräsidium Köln tätig.

Beginn 15:00 Uhr im Tapetensaal des Museums

Eintritt

Demonstration am 13. April 1968 in Göttingen anlässlich des Attentates auf Rudi Dutschke. Foto: Städtisches Museum