Sonderausstellung

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Claus Koch

Reinhard Kahl

      Sonntag 19. August 2018

Gespräch über 1968 und seine Folgen

Mit Claus Koch, Buchautor und dem Bildungsjournalisten und Filmemacher Reinhard Kahl . Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung Klappe auf! 68er Bewegung in Göttingen.

Alles begann mit einem Aufstand gegen die Elterngeneration. Als "lebende Gespenster" hatte Hannah Arendt sie bezeichnet, als sie sich 1949/1950 das erste Mal wieder für einige Monate in Deutschland aufhielt und die Menschen dort beobachtete. In diesem Nazi-Nebel der Nachkriegszeit wuchsen die Kinder auf, die später die Revolte von 1968 maßgeblich mittragen würden. Und gerade weil sie keine Vorbilder kannten, prägte sie ein ungeheurer Freiheitsdrang, den viele von ihnen in den Jahren schon vor 1968 auslebten. Beim Abschied von den Eltern ging es um ihre Musik, um ihre sexuelle Befreiung und ihre Vorstellungen von Schule und Erziehung. Zumindest solange, bis sich das Politische über ihre Köpfe senkte: Vietnam, die Ermordung von Benno Ohnesorg, die Schüsse auf Rudi Dutschke. Antiimperialismus und kommunistische Kaderschmieden folgten, und einige brauchten lange, sich aus dem Irrgarten des Marxismus-Leninismus zu befreien. Was sind die Verdienste dieser Revolte, worin lag ihr Scheitern begründet? Und was liegt heute in der Luft, wo sich die Welt doch keineswegs zum Besseren gewandelt hat. Welche Pläne verfolgt die Generation 2018?

Über 1968 und die Folgen sprechen der Buchautor Claus Koch und der Bildungsjournalist und Filmemacher Reinhard Kahl, die sich vor mehr als 50 Jahren 1966 im "Aktionskomitee Unabhängiger Sozialistischer Schüler" in Göttingen erstmals kennengelernt haben.

Beginn 15:00 Uhr im Veranstaltungsraum des Museums

Eintritt