19. März 2016

Preiswürdig!

Saskia Johann erhält Förderpreis 2016 der Gallitzin-Stiftung

Saskia Johann

Saskia Johann an ihrem Arbeitsplatz im Städtischen Museum

     Das Städtische Museum gratuliert seiner Volontärin Dr. Saskia Johann. Ihr wurde der Förderpreis des Jahres 2016 der Gallitzin-Stiftung verliehen. Die Gallitzin-Stiftung fördert junge Kunst- und Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die mit ihrer Arbeit einen besonderen Beitrag zur Erforschung der westfälischen Kulturgeschichte geleistet haben.

Saskia Johann wurde im Bereich Kunstgeschichte für ihre umfassende Studie zu Leben und Werk der deutsch-amerikanischen Bildhauerin Elisabet Ney ausgezeichnet. Mit ihrer Dissertation "Elisabet Ney – Leben, Werk und Wirken" legte sie eine umfassende Analyse des Gesamtwerks von Ney vor. Außerdem erarbeitete sie mit ihrer Forschung erstmalig einen ausführlichen methodischen Katalog aller plastischen Werke Neys. Die gebürtige Münsteranerin Elisabet Ney lebte und arbeitete in München, Berlin, London, Funchal, Rom und Austin/Texas. Zur Begründung heißt es von der Gallitzin-Stiftung zu Saskia Johann: "Mit ihrer Arbeit leistet sie nicht nur einen Beitrag zur Skulptur des 19.Jahrhunderts in Westfalen, sondern zeigt kenntnisreich Neys Bedeutung für die europäische und amerikanische Bildhauerkunst der Zeit".

Saskia Johann konnte dank eines Stipendiums auch in Texas forschen, dorthin war Elisabet Ney (1833-1907) im Jahr 1871 ausgewandert. In Austin wird die Bildhauerin mit einem Museum geehrt, das weltweit das älteste einer Künstlerin gewidmete Museum ist. Die Laudatio auf Saskia Johann hielt ihr Doktorvater Professor Jürg Meyer zu Capellen von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Das Städtische Museum Göttingen ist im Besitz von zwei Büsten von Elisabet Ney, die Saskia Johann demnächst in unserem Blog vorstellen wird.