9. November 2014 - Juli 2015

Die Möbel der Familie Hahn

Präsentation im Städtischen Museum Göttingen

Als erstes stadt- und kulturgeschichtliches Museum Niedersachsens führte das Städtische Museum Göttingen eine Provenienzrecherche nach "arisiertem" Kulturgut durch. Anhand von Eingangsbüchern konnten Möbel und andere Objekte identifiziert werden, die aus dem Besitz des jüdischen Ehepaars Max Raphael und Gertrud Hahn stammten. Unter dem Druck der nationalsozialistischen Verfolgung musste das Ehepaar Hahn seine Möbel unter Wert an das Museum verkaufen. 1942 wurden sie Opfer des Völkermordes. Die Präsentation zeigt die Geschichte der Möbel und erläutert ihre Restitution an die Nachkommen des Ehepaars Hahn am 8. November 2014. Der Eintritt ist frei.

Die Erben haben sich nun entschlossen, die Möbel und anderen Objekte dem Museum als Dauerleihgabe zu überlassen. Damit wird der Göttinger Geschichte ein neues, zukunftsweisendes Kapitel hinzugefügt.

Das Städtische Museum ist für diese großzügige Geste sehr dankbar. Sie kann als Zeichen des gewachsenen Vertrauens und der Verbundenheit der Enkel zu der Heimatstadt ihrer Familie gelten, die von den Nationalsozialisten vertrieben, verfolgt und ermordet wurde.

In einer künftigen Dauerausstellung des Museum soll beispielhaft für die Verfolgung aller Juden in Göttingen anhand dieser Möbel die Geschichte der Familie Hahn, ihre Vertreibung aus Göttingen und das Wachsen neuer Beziehungen gezeigt werden.

Präsentation zur Restitution 'arisierter' Objekte aus dem Besitz von Max Raphael und Gertrud Hahn

Präsentation zur Restitution 'arisierter' Objekte aus dem Besitz von Max Raphael und Gertrud Hahn

Präsentation zur Restitution 'arisierter' Objekte aus dem Besitz von Max Raphael und Gertrud Hahn

Präsentation zur Restitution 'arisierter' Objekte aus dem Besitz von Max Raphael und Gertrud Hahn